TransHyDE: Aquaportus im Umsetzungsprojekt Helgoland

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AquaPortus im TransHyDE Umsetzungsprojekt Helgoland

Die Grundlagen von AquaPortus werden über das TransHyDE Umsetzungsprojekt Helgoland erforscht und entwickelt. Dafür haben sich neun Projektpartner aus Wissenschaft und Industrie mit der Insel Helgoland vernetzt, um den Aufbau einer Wasserstoff-Transportkette aus dem Offshore-Bereich im schleswig-holsteinischen Küstenmeer über die Häfen zu den Wasserstoffverbrauchern auf dem Festland voranzutreiben. Im Fokus steht der sichere und flexible Transport von auf See produziertem Grünen Wasserstoff in Form von LOHC.

Wie soll die Transportkette grundsätzlich funktionieren?

Sobald der auf See produzierte Grüne Wasserstoff die Insel Helgoland via Pipeline erreicht, wird er in einer Hydrieranlage an LOHC – konkret das Thermalöl Benzyltoluol – gebunden. In diesem flüssigen Träger wird er per Schiff nach Hamburg transportiert und für die Wasserstoffverbraucher verfügbar gemacht. Die Forschungs- und Entwicklungsphase für die technischen und logistischen Details dieser Transportkette wird voraussichtlich bis 2024/2025 andauern. Schon 2026 könnte ein Teil des Grünen Wasserstoffs auf Helgoland sicher verarbeitet, gespeichert, transportiert und verschifft werden.

Was steckt hinter der LOHC-Technologie?

LOHC steht für „Liquid Organic Hydrogen Carrier“, also flüssige organische Wasserstoffträger. Die Wasserstoffmoleküle werden durch Hydrierung chemisch an das Trägermaterial gebunden und können verlustfrei transportiert werden. Durch Dehydrierung wird der Wasserstoff wieder freigesetzt, um ihn für die Abnehmer nutzbar zu machen. Benzyltoluol eignet sich besonders als Träger, weil es schwer entflammbar und nicht explosiv ist. Seine Handhabung funktioniert unter Umgebungsbedingungen, sodass die für Speicherung und Transport bestehende Infrastruktur für Flüssigbrennstoffe genutzt werden kann. Zudem kann dieses Öl Wasserstoff mehrere hundert Male binden, ähnlich einem Pfandsystem.

Die Partner des TransHyDE Umsetzungsprojekt Helgoland

Zum Projektteam gehören: die Gemeinde Helgoland, die Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH (VBH), die Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH (HGH), die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, die Tewis Projektmanagement GmbH (TePM), die GASCADE Gastransport GmbH, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM sowie die Cruh21 GmbH.
Ergänzende Informationen zu AquaPortus als Teil der AquaVentus-Initiative finden Sie unter www.aquaventus.org

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