Die Evolution der Offshore-Wasserstoffproduktion und Infrastruktur: Eine Expertenperspektive

Im unermüdlichen Streben nach Dekarbonisierung bietet die Nordsee enorme Möglichkeiten zur Kombination von Offshore-Windenergie mit Wasserstoffproduktionstechnologien. Als Leiter des Business Development-Teams und Mitglied des Vorstands bei Tractebel Overdick GmbH habe ich, Klaas Oltmann, aus erster Hand das Potenzial gesehen, diese beiden Bereiche zusammenzubringen, um einen bedeutenden Wandel hin zu nachhaltiger Energieproduktion zu katalysieren. Dieser Artikel basiert auf unseren Erfahrungen und Studien bei Overdick und hebt die Machbarkeit und wirtschaftlichen Vorteile der Offshore-Wasserstoffproduktion als Eckpfeiler des europäischen Energiewandels hervor.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit der Offshore-Wasserstoffproduktion

Innerhalb der Tractebel-Gruppe steht das Thema großtechnische Offshore-Produktion seit mehr als 5 Jahren auf unserer Agenda. Die Kombination der Onshore-Wasserstoffproduktionsexpertise der Gruppe mit den Offshore-Design- und Ingenieursfähigkeiten von Overdick hat zu Konzeptentwürfen für großskalige Wasserstoffproduktionsplattformen geführt. Die durchgeführten Studien haben gezeigt, dass die Produktion großer Mengen Wasserstoff direkt Offshore aus erneuerbaren Energiequellen nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlicher als die Onshore-Produktion ist. Der Grund dafür ist zweifach: Erstens wird durch die direkte Nutzung von Offshore-Windenergie die Kosten und Verluste im Zusammenhang mit dem Energietransport über weite Strecken eliminiert. Zweitens passen die einzigartigen Bedingungen Offshore, wie hohe durchschnittliche, aber volatile Windgeschwindigkeiten, perfekt zu den Fähigkeiten der neuesten Generation von Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion.

Infrastruktur und Maßstab

Innerhalb der Tractebel-Gruppe steht die großtechnische Offshore-Produktion seit mehr als 5 Jahren auf unserer Agenda. Die Kombination der Onshore-Wasserstoffproduktionsexpertise der Gruppe mit den Offshore-Design- und Ingenieursfähigkeiten von Overdick hat zur Entwicklung von Konzepten für großskalige Wasserstoffproduktionsplattformen geführt. Die durchgeführten Studien haben gezeigt, dass die Produktion großer Mengen Wasserstoff direkt Offshore aus erneuerbaren Energiequellen nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlicher als die Onshore-Produktion ist. Erstens werden durch die direkte Nutzung von Offshore-Windenergie die Kosten und Verluste im Zusammenhang mit dem Energietransport über weite Strecken eliminiert. Zweitens passen die einzigartigen Offshore-Bedingungen, wie hohe durchschnittliche, aber variable Windgeschwindigkeiten, perfekt zu den Fähigkeiten der neuesten Generation von Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion.

Overdicks innovative Offshore-Speicherlösungen

In Zusammenarbeit mit Partnern hat Overdick das weltweit erste Konzept zur Offshore-Salzkavernenspeicherung von Wasserstoff entwickelt. Dieser neuartige Ansatz umfasst einen skalierbaren Offshore-Plattformkomplex, der die Bohrköpfe und eine skalierbare Kompressionsanlage unterstützt, die auf die unterirdische Speicherung von bis zu 1,2 Millionen Kubikmetern zugreift. Die Nutzung von unterirdischen Salzkavernen als natürliche Speicherpuffer ermöglicht ein effizientes Management langfristiger Produktionsspitzen und optimiert die Flussraten, wodurch das gesamte System wirtschaftlicher wird.

Integration von Offshore-Technologien

Unser Engagement bei Overdick geht über die bloße Konzeptualisierung hinaus. Wir führen detaillierte Concept, Pre-FEED und FEED-Studien durch, um Offshore-Wasserstoffproduktionssysteme, Plattformen und Pipelines zu entwerfen und zu optimieren, die auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Diese Studien stellen sicher, dass jeder Aspekt der Wasserstoff-Wertschöpfungskette, von der Produktion über die Speicherung bis hin zum Transport, hinsichtlich Kosten und Effizienz optimiert wird.

Eine Vision für die Zukunft

Mit Blick auf die Zukunft verspricht die Integration von Offshore-Wasserstoffproduktionsanlagen nicht nur die Flexibilität der Energiesysteme zu erhöhen, sondern auch die Gesamtkosten zu senken. Zentralisierte Offshore-Wasserstoffzentren könnten potenziell kleinere Produktionseinheiten integrieren, die voraussichtlich vermehrt auftreten werden, wenn Offshore-Windparks modernisiert und die Kapazitäten erweitert werden. Diese Integration wird voraussichtlich zu erheblichen Kostensenkungen bei der Offshore-Wasserstoffproduktion führen und sie zu einer zunehmend wettbewerbsfähigen Alternative zu traditionellen Energiequellen machen.

Herausforderungen und Chancen: AquaConsult als Ihre All-in-One-Lösung

Trotz des vielversprechenden Ausblicks ist der Weg nicht ohne Herausforderungen. Der Ausbau der Offshore-Wasserstoffproduktionsinfrastruktur erfordert erhebliche Anfangsinvestitionen und starke regulatorische Unterstützung. Darüber hinaus muss die öffentliche Wahrnehmung enger an die technologischen Realitäten angepasst werden – eine Lücke, die wir kontinuierlich durch Transparenz und Engagement zu schließen versuchen. Bei AquaConsult bieten wir unser Fachwissen zu all diesen Themen an.

Fazit

Während wir unsere Technologien weiterentwickeln und unsere Projekte ausweiten, bleibt Tractebel Overdick an der Spitze der Offshore-Wasserstoffrevolution. Unsere Arbeit unterstützt nicht nur den globalen Wandel hin zu einer kohlenstoffneutralen Zukunft, sondern unterstreicht auch die entscheidende Rolle innovativer Ingenieurlösungen bei der Bewältigung der modernen Herausforderungen der Energieproduktion und Umweltverträglichkeit.

Über den Autor

Klaas Oltmann: Mit 20 Jahren Erfahrung in der Offshore-Technik und erneuerbaren Energien hatte ich das Privileg, mehrere innovative, bahnbrechende Projekte bei Overdick zu leiten. Unsere Mission, neue Technologien zu innovieren und zu integrieren, treibt unsere Bemühungen voran, Offshore-Wasserstoff zu einem zentralen Element der europäischen Energiestrategie zu machen.

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren