Beim Jahresnetzwerkevent von HyConnect OWL an der Hochschule Bielefeld wurde deutlich, wie intensiv sich die Region Ostwestfalen-Lippe mit dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft auseinandersetzt und voranreibt. Die Teilnehmenden diskutierten zentrale Herausforderungen sowie Perspektiven für eine erfolgreiche Transformation. In den Beiträgen wurde deutlich, dass die hohen Anforderungen an Nachweisführung und Zertifizierung weiterhin zentrale Hürden für den Wasserstoffhochlauf darstellen. Selbst technisch weit entwickelte Projekte geraten dadurch ins Stocken, weil der Aufwand für Compliance maßgeblich über den Projektfortschritt entscheidet.
Eine aktuelle Mitteilung der NOW GmbH sorgte zusätzlich für Aufmerksamkeit. Es wurde ein neues Fördervolumen in Höhe von 4 Millionen Euro im Kontext wasserstoffbasierter Fahrzeuge bekanntgegeben. Diese Summe ist jedoch nicht als breit angelegtes Förderprogramm für den Pkw-Markt zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um projektbezogene Förderaufrufe oder klar definierte Budgetrahmen innerhalb des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Entscheidend wird daher sein, wie genau diese Mittel ausgestaltet und zugänglich gemacht werden.
Für die Region OWL bedeutet dies eine klare strategische Leitlinie. Projekte dürfen nicht isoliert entstehen. Sie müssen gemeinsam entwickelt werden und dabei regulatorisch korrekt, wirtschaftlich tragfähig und strategisch gut abgestimmt sein. Genau hier sieht sich cruh21 als Sparringspartner von HyConnect OWL. Im Vordergrund stehen gemeinsame Strukturarbeit, Vernetzung und die Fähigkeit zur praktischen Umsetzung. Ziel ist nicht die Förderung einzelner Vorhaben, sondern die Stärkung eines funktionierenden regionalen Ökosystems.
Ein besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden. Die offene Diskussion, die hohe fachliche Qualität und der gemeinsame Gestaltungswille bestärken, dass die Transformation nur im Verbund gelingen kann. Wasserstoff ist keineswegs ein abgeschlossenes Kapitel. Die laufenden Projekte in der Region beweisen vielmehr, dass der Hochlauf aktiv voranschreitet.